Ein neues Zentrum für Regenerative Medizin in Schottland
Dr. Charles ffrench-Constant, Edinburgh MRC Zentrum für Regenerative Medizin, Universität von Edinburgh, SCO
Das neue Zentrum für Regenerative Medizin MRC in Edinburgh ist Teil der translationalen (Schnittstelle zwischen präklinischer Forschung und klinischer Entwicklung) Forschungsinitiative für Multiple Sklerose der Universität Edinburgh. In den letzten 5 Jahren hat die Universität von Edinburgh Wissenschaftler, die sich mit Myelinbiologie, Immunologie, Stammzellenbiologie und regenerativer Medizin beschäftigen, mit Klinikern und Neuroradiologen zusammengebracht, um diese translationale Forschungsinitiative zu gründen. Teilweise finanziert von der MS Gesellschaft Großbritanniens wird das Zentrum in einer £40 Millionen teuren Forschungsanlage beheimatet sein, die z.Z. gebaut wird. Dieses neue Gebäude, das das schottische Zentrum für regenerative Medizin genannt wird, wird den „Entdeckungsmotor" bereitstellen, der benötigt wird, um Therapien für Krankheiten des Gehirns, Leber, Blut und Knochen zu erfoschen.
Neue Arzneimittelziele für Remyelinisierung
Dr. Charles ffrench-Constant des Edinburgh MRC Zentrum für Regenerative Medizin, Universität von Edinburgh hat über Fortschritte berichtet, neue Ziele für Arzneistoffe zur Remyelinisierung zu entwickeln. Die Bildung von Myelin wird eingeleitet, wenn Axone (faserartige Fortsätze einer Nervenzelle) und Oligodendrozyten (Zellen im Gehirn, bilden die Myelinscheiden) zusammenwachsen. Bei MS-Läsionen (Verletzungen) berühren Oligodendrozyten die Axone, aber stoßen den Myelinisierungsprozess nicht an. Das ffrench-Constant-Labor hat herausgefunden, dass Rezeptoren für Moleküle, die Integrine genannt werden, eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielen (Journal of Cell Biology, 2009). Aufbauend auf diesem Anhaltspunkt haben sie andere Moleküle, genannt Contactin (Antikörper), gefunden, die an der Verwachsung beteiligt sind. Contactin und Integrine beeinflussen sich und fördern die Myelinisierung, indem sie ein drittes Molekül, Fyn genannt, regulieren. Als Ergebnis wird die Myelinisierung (Journal of Neuroscience 2009) ausgelöst. Zusammen erkennen Contactin und Integrine Moleküle auf und um den Axon. Diese Arbeit bietet ein viel klareres Verständnis dafür, wie das Axon dem Oligodendrozyt signalisiert, den Myelinisierungspozess auszulösen. Ein weiterer Schritt ist aber noch, diese Moleküle zu identifizieren. Eine Identifizierung ist der vielversprechendste Zugang dazu, neue Arzneimittel zu entdecken, die die Remyelinisierung fördert und so progrediente Krankheiten verhindert.
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