Lorenzos Öl und Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS und Adrenoleukodystrophie (ALD) sind beides Krankheiten, die zu einem Abbau des Myelins (fettartige Isolationshülle der Nerven) führen können.
ALD, für die Lorenzos Öl entwickelt wurde, ist jedoch eine vererbte, flächendeckende, MS hingegen eine erworbene, punktuelle, Plaque (Entzündungsherde, die das Myelin angreifen) bildende Krankheit. Neben Ähnlichkeiten bestehen auch noch einige weitere gravierende Unterschiede.

Lorenzos Öl senkt über einen spezifischen biochemischen Mechanismus die Blutwerte für überlangkettige Fettsäuren, die bei X-ALD, nicht aber bei MS erhöht sind. Es können deshalb bei der Einnahme von Lorenzos Öl bei Menschen mit MS Nebenwirkungen auftreten, die im Auge behalten werden müssen. Die mögliche Folge für MS-Kranke sind Funktionsstörungen der Leber, des Magen-Darm-Traktes, der Blutbildung – insbesondere der Thrombozyten (Blutplättchen) und Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Sinkende Werte verursachen die Gefahr (innerer) Blutungen und erhöhte Infektanfälligkeit.
Es dürfen daher keine Selbstversuche mit Lorenzos Öl bei Multipler Sklerose gemacht werden und es muss immer der behandelde Arzt konsultiert werden.

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Professor Robin Franklin, Cambridge University A discovery that ageing nerve fibres can be rejuvenated by young cells may have important implicat[...]
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