Der Regeneration von Nervenzellen bei Multipler Sklerose auf der Spur
09.02.2010
Oberarzt PD Dr. Florian Then Bergh und seine Kollegin Barbara Ettrich führen, unterstützt durch das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig, eine Studie zu einer neuen Therapie durch, mit der multiple Sklerose besser behandelt werden kann
Multiple Sklerose (MS) ist heimtückisch. Die Betroffenen, häufig sind es junge Erwachsene, leiden in der Regel unter schubweise auftretenden neurologischen Symptomen, wie verminderter Sehschärfe oder motorischen Störungen. Ursache dafür ist eine Entzündung, die zur Schädigung der Myelinscheiden führt, einer schützenden Ummantelung der Nervenzellfortsätze in Gehirn und Rückenmark.
Die momentan üblichen Medikamente zügeln die Entzündung und helfen Patientinnen und Patienten, das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. Doch ein wirksames Mittel für die Regeneration der defekten Myelinscheiden gibt es bislang nicht.
Oberarzt PD Dr. Florian Then Bergh und seine Kollegin Barbara Ettrich führen, unterstützt durch das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig, eine Studie durch, die genau dieses regenerative Therapieziel verfolgt.
Nervenzellen aus Bindegewebe erzeugt
29.01.2010
Umweg über Stammzellen nicht erforderlich: Wissenschaftlern der Stanford-Universität im kalifornischen Palo Alto ist es gelungen, aus Bindegewebszellen (Fibroblasten) von Mäusen direkt Nervenzellen (Neuronen) zu erzeugen.
Die Forschergruppe um Markus Wernig und Thomas Vierbuchen vom Institut für Stammzellbiologie und Regenerative Medizin kam dabei ganz ohne Stammzellen als „Umsteigebahnhof" aus, wie die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature" berichten.
„Wenn sich das bestätigt, ist es ein Supererfolg", urteilt der Stammzellforscher Daniel Besser vom Max Delbrück Centrum (MDC) in Berlin-Buch. Der jetzige Erfolg basiert auf dem Durchbruch des japanischen Stammzellforschers Shinya Yamanaka. Er hatte als erster im August 2006 reife Körperzellen mit Hilfe verschiedener „Verjüngungsgene" in unspezialisierte Multitalente (induzierte pluripotente Stammzellen, iPS) zurückverwandelt.
Schallwellen spüren Krankheiten auf, z.B. bei MS
13.01.2010
Charité-Forscher möchten die Diagnose von Leberleiden, Krebs und neurodegenerativen Krankheiten verbessern.
Seine Gäste beschallt Ingolf Sack gerne mit 400 Watt starken Basslautsprechern. Der hagere, groß gewachsene Mann ist kein Hobby-DJ - er ist Medizinphysiker. Und die Gäste, die bei ihm im Institut für Radiologie auf dem Charité-Campus in Mitte vorbeikommen, sind auch keine Partygäste, sondern Probanden, an denen Sack gemeinsam mit Medizinern der Charité eine neue diagnostische Methode erprobt: Mit den Schallwellen tasten die Forscher das Körperinnere auf Verhärtungen im Gewebe ab - ein Verfahren, das schon bald die Diagnose von Leberleiden, Krebs, neurodegenerativen Krankheiten und möglicherweise sogar Herzfehlern verbessern könnte.
Während der Untersuchung liegen die Probanden in einem Magnetresonanztomografen (MRT). Mit einem nicht magnetischen Spezialgestänge werden die Schallwellen von den Lautsprechern auf den Körper übertragen und breiten sich im Gewebe aus.
Auf den MRT-Bildern können die Forscher die Ausbreitung der Wellenfelder in den Organen verfolgen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit wiederum lässt Rückschlüsse auf die Härte des Gewebes zu. Die Technik hat Sack mit Jürgen Braun von der Abteilung für Medizinische Informatik der Charité entwickelt. „Es ist eine Art High-Tech-Abtasten der inneren Organe", sagt er. Für die Patienten sei die Methode vollkommen unbedenklich.
Information zu wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirkung von grünem Tee
17.11.2009
Mit einem Schreiben vom 03.11.2009 an den Verein bat uns Herr Dr. Friedemann Paul (Leitung AG Klinische Neuroimmunologie von der Charite Berlin) folgende Stellungnahme an Interessierte weiterzuleiten:
„Grüner Tee ist eines der ältesten Getränke der Menschheit und wird täglich von Millionen Menschen weltweit konsumiert. In jüngster Zeit werden mögliche medizinische Wirkungen des Grünen Tees und einzelner seiner Inhaltsstoffe zunehmend intensiv erforscht. So ist mittlerweile bekannt, dass das sogenannte Epigallocatechin-Gallat (EGCG), eine der biologisch aktivsten Substanzen im Grünen Tee, günstige Wirkungen auf das Immunsystem und den Kreislauf hat sowie Krebszellen bekämpfen und Nervenzellen schützen kann.
Mitgliederversammlung des Myelin Projekt Deutschland e.V.
24.04.2009
Am 28.03.2009 ab 13.00 Uhr wurde der Leipziger Hauptbahnhof zum Sitzungsort für die satzungsgemäße Mitgliederversammlung des Myelin Projekt Deutschland e.V. Der alte Vorstand wurde, nach den von Katja Wuttke vorgetragenen Berichten zur Arbeit des Vorstandes und zur Kasse, mit 45 Stimmen einstimmig entlastet. Zur anschließenden Wahl stellten sich folgende 4 Mitglieder:
- Waldemar Epple
- Joern-Peter Grell
- Dr. Frank Schreiber
- Katja Wuttke
Jeweils einstimmig wurden gewählt,
zum Vorsitzenden: Dr. Frank
Schreiber
zum stellvertretenden
Vorsitzenden: Waldemar Epple
zur Kassiererin: Katja Wuttke
zum Schriftführer: Joern-Peter
Grell






